SV Eintracht Windhagen
1921e.V.

11. Malberglauf am 13.08.2010

[HDL] Der Berg ruft! Mit dieser Motivation starteten wir am 13.08.10 am Malberg. Hier konnten wir unsere Stärken des Berglaufens vollständig ausspielen.
Im Vorfeld des Startes trainierten wir einige Male diesen anspruchsvollen Lauf, der ganzjährig ausgeschildert ist. Wir wollten nichts dem Zufall überlassen und keine bösen Überraschungen erleben. Auf eine Streckenlänge von 6000 Metern sind immerhin 370 Höhenmeter zu bewältigen.

Gestartet wird in Hausen/Wied beim Klärwerk in der Nähe des Wiedtalbades (100 m über NN). Hier sind die Bedingungen für einen reibungslosen Start gut und das Läuferfeld kann sich hier gut entfalten.

Die Strecke führt zunächst ca. 400 m flach in den Ort. Von dem Klärwerksweg laufen wir rechts ab auf die Straße „In der Au“ und hinter dem Margarethe-Flesch-Haus links ab in die „Deutschherrenstraße“. Hier steigt es zunächst gemächlich an bis an die Kreuzung in der Ortsmitte von Hausen. Dort biegen wir scharf links auf dem Gehweg bleibend auf die „Malbergstraße“ ein. Hier auf der „Malberglaufstraße befinden wir uns auf dem neu eingerichteten Westerwaldsteig. Innerhalb der Ortschaft steigt es zunehmend an. Nach den letzten Häusern geht es geradeaus aber heftig ansteigend auf breiten Almweg in Richtung Wasserbehälter Hausen, der sich am Waldrand befindet. Die Kräfte müssen vorsichtig dosiert werden. Den Heißspornen wird hier bereits der erste Zahn gezogen. Mit dem Erreichen des Waldrandes ist die erste Höhe bezwungen. Nach 1,2 km (245 m über NN) sind bereits die ersten 90 Höhenmeter bewältigt. Wohl dem, der hier noch was Luft hat.

An der markanten Weggabelung laufen wir links - dem Westerwaldsteig folgend - auf breitem Waldweg, ca. 1,7 km (- 65 Höhenmeter), leicht bergab. Auf diesem langen Bergabstück darf man schon mal einen Blick nach links riskieren. Man hat eine herrliche Aussicht in die Wiedauen und auf den gegenüberliegenden Klosterberg. Zwischenzeitlich biegt die Westerwaldsteigroute rechts ab. Wir bleiben aber auf dem breiten Bergabweg bis zum km-Punkt 2,9 (125 m über NN) kurz vor Niederbreitbach.

Jetzt wird es wieder ernst. Es handelt sich schließlich um einen Berglauf. Wir biegen rechts ab und laufen auf dem breiten Waldweg bergauf. Hier müssen die Kräfte gut eingeteilt werden! Entlang des kleinen Wurbaches arbeiten wir uns ca. 1,5 km auf immer steiler werdendem Weg hoch bis zum km-Punkt 4,4 km (280 m über NN). Dabei haben wir ca. 155 Höhenmeter bewältigt. Kurz vor dem Erreichen dieser Höhe befindet sich links ein Eingang (verschlossen) zu einem ehemaligen Bergwerksstollen.

Hier oben, auf der zweiten Höhe angekommen, kann man erst mal kurz durchatmen. Zwei Drittel der Strecke sind immerhin schon geschafft. Wir laufen halbrechts bergab und können uns auf dem ca. 400 m ( - 35 Höhenmeter) langen gut zu laufendem Bergabweg ein wenig erholen.

Bei km-Punkt 4,8 (245 m über NN) biegen wir scharf links ab. Jetzt ist endgültig „Schluss mit lustig“. Hier beginnt der Schlussanstieg. Auf den kommenden ca. 1,6 km sind noch mal harte 125 Höhenmeter zu bewältigen. Der Weg wird nun schmaler und wesentlich steiler und führt auch bald wieder über den Westerwaldsteig. Jetzt können echte Bergziegen ihre Qualitäten zeigen. Auf der rechtsseitigen Wiese wird im Winter, falls genügend Schnee vorhanden, Ski gefahren. Die Skipiste wird allerdings im Volksmund spöttisch „Skipiste immergrün“ genannt. Wenn wir nun die Zufahrtsstraße zum Malberg überqueren, können wir für einen Moment rechts oben am Horizont die Skihütte sehen. Weit kann es nun ja nicht mehr sein. Ist es auch nicht. Aber! Auf einem Hohlweg laufen wir ca. 200 m auf weich federndem Waldboden sehr steil bergauf. Wer hier in den schnellen Schritt verfällt, hat nicht unbedingt Nachteile. Am Ende des Hohlweges biegen wir, über ein paar Holzstufen steigend, scharf rechts ab und kommen aus dem Wald auf die Almwiese. Das Ziel und die Zuschauer schon vor Augen laufen wir auf dem mit Rindenmulch angelegten flachen Weg stück des Westerwaldsteigs an einer alten Baumreihe vorbei quer über die Skipiste. Unterhalb der Skihütte biegen wir - noch mal die letzten Kräfte mobilisierend - links ab, einen kurzen Stich hoch, an Terrasse der Skihütte vorbei auf das Ziel hinter der Skihütte zu.

Im Ziel wird man von Kuhglockengeläut und Alphornbläsern empfangen, die schon von weitem zu hören sind, und noch einmal richtig Ansporn geben. Nun dürfen wir stolz sein, immerhin 6 km mit 370 Höhenmetern bewältigt zu haben. Einen Belohnungsschluck hat sich jeder redlich verdient. Der herrliche Panoramablick auf das Wiedtal, den Malbergsee und den vorderen Westerwald belohnt einen zusätzlich.

Vom Lauftreff des SV Windhagen starteten 3 Läuferinnen und 2 Läufer. Erfreulich ist hier herauszuheben, dass Simone Kowalski den 1. Platz ihrer Altersklasse erreichte und die Mädels in der Teamwertung den 3. Platz belegten. Eine stolze Leistung bei diesem sehr besonderen Lauf.

Bilder:

Die Mannschaft bei der Erkundung Heinz-Dieter beim Schlussspurt, der letzte Anstieg vor dem Ziel 3. Platz in der Teamwertung der Frauen (Marion, Simone K., Simone W.)

Rainer, Simone W., Marion, Heinz-Dieter, Simone K. alle bei bester Laune nach dem anstrengenden Lauf Die Erfrischung haben sich alle verdient

Ergebnisse:  

Name

Zeit

Platzierung ges.

Platzierung AK

Heinz-Dieter Ley

00:33:06

71.

18.

Simone Wallau

00:38:02

181.

4.

Marion Wohlfahrt

00:39:29

204.

9.

Simone Kowalski

00:39:29

204.

1.

Rainer Weyrauch

00:39:33

206.

42.

2010-08-13-malberglauf