SV Eintracht Windhagen
1921e.V.


10. Wanderung

von Horhausen nach Flammersfeld am 07.11.2010

[MH] Während des monatlichen Läuferstammtisches am 02.09.2010 wurde durch Herbert Hülder die noch ausstehende Wanderung des Lauftreffs angesprochen. Nach kurzer Überlegung meldeten sich zwei, die die Organisation übernahmen und schnell war auch ein Termin gefunden. Am 07.11.2010 soll es losgehen.

Es waren noch zwei Monate Zeit bis zur Durchführung, aber es sollte sich herausstellen, dass die Zeit doch recht schnell voranschreitet. Zuerst noch Ferienzeit, einige Laufveranstaltungen und was sonst auch noch im privaten Bereich Zeit benötigt.

Zuerst wurde eine Strecke gesucht und eine Abfrage per Email-Verteiler gestartet. Nach und nach kamen dann auch Anmeldungen an. Denen folgten wiederum Abmeldungen und wieder Anmeldungen. Einige haben einen sehr lebhaften Terminkalender im privaten Bereich.

Die Strecke wurde schnell gefunden, es sollte ein Teilstück des Westerwaldsteigs sein. Von Horhausen nach Flammersfeld, durch das tiefe Tal der Ur-Ochsen oder durch das Grenzbachtal.

Die Strecke musste natürlich noch erkundet werden. So machten sich 4 Läufer als Wanderer auf den Weg. Marion, Ilka, Rainer und ich marschierten am 09.10.2010 die Strecke ab und suchten nach Einkehrmöglichkeiten, schätzten den Zeitansatz und beurteilten die Strecke insgesamt. Wir waren uns schnell einig, dass die Route passt und jetzt in die Detailplanung eingestiegen werden konnte.

Es wurden Absprachen mit einem Wirtshaus getroffen, die uns eine kleine Speisekarte zusammenstellten, ein Busunternehmen wurde angeheuert und für den Abschluss wurde die „Alte Schmiede“ in Windhagen ausgewählt.

Endlich ist es soweit, der 07.11.2010 ist angebrochen und das Wetter spielte mit. Es regnete nur einmal leicht während der Wanderung, ansonsten blieb es trocken und die Temperaturen waren angenehm für eine Wanderung.

Um 07:45 Uhr trafen wir uns auf dem Parkplatz der Sparkasse in Windhagen und pünktlich um 08:00 Uhr fuhr der Bus Richtung Horhausen zum Startpunkt.

Vom Ortsrand Horhausen wandern wir los in ein Seitental mit Mischwald, vorbei an der Grenzbachtalmühle. Unter herbstlichem Blätterdach genießen wir die Natur und es bilden sich nette Gespräche. Die gute Laune ist greifbar.

Die historische Nutzungsform des Grenbachtals ist die Landwirtschaft, Weideviehhaltung und die Holzwirtschaft.

Wir überqueren die Bauscheider Brücke und die ersten Rufe nach einer kurzen Pause werden laut. Nein, nicht weil wir schon sehr weit gegangen sind, eine Stärkung wurde verlangt. Man kann es sich nicht vorstellen was so alles aus den kleinen Rucksäcken gezaubert wurde, für das leibliche Wohl war mehr als ausreichend gesorgt. Aber der Genuss kam auch nicht zu kurz. Es wurden Liköre, Wein, ………… hervorgezaubert, so manche Kneipe kann diese Vielfalt nicht bieten.



Weiter geht’s. Vorbei am Reiterhof Pleckhausermühle geht es nun durch einen Wald steil hinauf in Richtung Pleckhausen, wir überqueren dabei eine offene Wiese und wurden hier kurz von einem leichten Regenschauer überrascht. Dieser konnte aber der guten Stimmung nichts entgegensetzen. Wir passieren den Marienbildstock Pleckhausen und verschwinden wieder im Wald.

Durch ein Gatter betreten wir das Güllesheimer Seitental und durchqueren eine Rinderweide. Hierzu eine kleine Randinformation:

Die Nibelungen mit Kriemhild, Brunhild und Siegfried sind im Grenzbachtal zu Hause – in Gestalt einer Herde von knapp 20 Heckrindern. Die Rückzüchtung auf den Auerochsen weidet ganzjährig und ist der Eckpfeiler des Modellprojektes „Naturschutz durch Nutzung“.
Das bewachsene Tal wurde 2004 gerodet und als das Licht zurückkam, entwickelte sich wieder eine ökologisch wertvolle Aue.

Wir erreichen den Hölderstein. Dort trafen wir auf einen Höhepunkt der Wanderung, der „Klettersteig am Hölderstein“. Dieser stellt zwar keine besondere Herausforderung dar, aber er ist sehr liebevoll angelegt und der Spaß kommt hier garantiert nicht zu kurz.


Auf einer Strecke von ca. 300m sind etwa 80 Höhenmeter zu überwinden. 67 Trittbügel, 38 Trittstifte, 3 senkrechte Leitern und eine Brücke sorgen für Adrenalin in der Blutbahn.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach einem so „harten“ Kletterakt muss erst mal eine Pause gemacht werden. Die Rucksäcke müssen an Gewicht verlieren. Das Rucksackbuffet ist angerichtet.

 

 

 

 



Nach ausreichender Stärkung bei guter Laune verlassen wir das Grenzbachtal und gelangen zum Kanzelblick. An einem Schützenhaus öffnet sich unter uns das Wiedtal mit seiner ganzen Schönheit. Über eine Himmelsleiter gelangen wir hinab in die Ortschaft Seelbach. Hier kehren wir in die Gaststätte „Zum Wiedtal“ ein und stärken uns. Einigster Wermutstropfen der Wanderung war hier. Die Gaststätte hielt sich nicht an die Absprachen und so mussten wir über eine halbe Stunde warten bis wir in das Lokal eintreten konnten. Solange machten wir es uns auf der Terrasse gemütlich und tranken ein Bier.

Ab hier ist der restliche Weg nicht mehr besonders spektakulär. Entlang der Bahnlinie Altenkirchen – Selters, auf der heute noch regelmäßig Güterzüge und Sonderzüge der Eisenbahnfreunde fahren, geht es zielstrebig nach Flammersfeld. Der Weg wird zum Teil zum Pfad. Durch Feuchtgebiete mit Sumpfpflanzen und über Weiden gelangen wir ans Ziel, der Sportplatz von Flammersfeld. 10 Minuten nach dem Eintreffen kam auch schon unser Bus und holte uns ab.

 

 

 

 


In Windhagen am Ausgangspunkt angekommen, machte Reiner erst mal ein Fässchen Bier auf, das dann ausgetrunken werden musste, danach kehrten wir in die „Alte Schmiede“ ein und ließen den Tag gemütlich ausklingen.

 

 

 


Fazit: Eine Veranstaltung die unbedingt beibehalten werden muss. Dieses Jahr nahmen 34 Personen teil, wir hatten nette Gespräche, haben viel gelacht und Spaß gehabt, haben eine wunderschöne Natur erlebt und nebenbei ist Wandern sehr gesund. Vielen Dank an alle Teilnehmer, bis zum nächsten Mal.

Euer Mario

2010-11-07-wanderung.pdf