SV Eintracht Windhagen
1921e.V.

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|09.09.2008 |

Windhagen verspielt den Sieg in letzter Minute.


SV Windhagen II – DJK St. Katharinen II 2:2

Bericht: Simon Löblein

2:2 Ausgleich für DJK St. Katharinen II fällt erst in der 90. Minute

Lange sah es so aus, als könnte man den zweiten Heimsieg dieser noch jungen Saison feiern, nachdem Windhagen auf einen Rückstand richtig reagierte und durch Tore von Ingo Böttcher und Adnan Serifovic doch noch in Führung gehen konnte. Doch mit dem Schlusspfiff erzielten die Gäste aus St. Katharinen den Ausgleich und konnten so immerhin einen Punkt aus Windhagen entführen. 

Beide Mannschaften brauchten einige Zeit, um ins Spiel zu kommen. So kam der Gastgeber erst nach zehn Minuten zu seiner ersten Torchance, Dieter Spürkel erlief sich einen langen Ball, konnte den Torhüter anschließend aber nicht überwinden. Auch die Mannschaft aus St. Katharinen brauchte lange, um die erste echte Torchance zu Stande zu bringen. Nach etwas mehr als 20 Minuten fischte Oliver Kolling einen Schuss aus dem Winkel. Danach verflachte das Spiel allerdings wieder, beide Mannschaften waren nicht in der Lage, das Spiel zu gestalten und sich Torchancen zu erarbeiten.

Umso bezeichnender ist es, dass die Führung der Gäste ausgerechnet per Standard erzielt wurde. Nachdem Simon Steuer seinen Gegenspieler im Strafraum unsanft zu Boden gebracht hatte, entschied der Unparteiische folgerichtig auf Strafstoß. Hier ließ der ausführende Schütze Oliver Kolling keine Chance. Dass der Treffer dem Spiel aber gut getan hatte, zeigte der verstärkte Druck des Gastgebers nach vorne, der zu mehr Möglichkeiten führte. Doch auch hier brauchte es erst einen Standard: einen Freistoß von Frank Stockhausen köpfte Ingo Böttcher in die Maschen und egalisierte so die Führung des Gegners. Beim Stand von 1:1 pfiff der Schiedsrichter zur Pause.

Für die zweite Spielhälfte hatte sich der SV Windhagen anscheinend etwas mehr vorgenommen, anders war das deutlich spielfreudigere Auftreten nach dem Seitenwechsel nicht zu erklären. So tauchte Scharooz Nayeri in der 50. Minute nach schönem Zuspiel an der Strafraumgrenze auf, wurde allerdings durch ein Foul daran gehindert, mehr aus der Szene zu machen. Knapp, aber dennoch richtig entschied der Schiedsrichter nicht auf Elfmeter. Den anschließenden Freistoß brachte Frank Stockhausen flach auf den Torhüter, der den Ball nicht festhalten konnte. Zur Stelle war Libero Adnan Serifovic, der den Abpraller problemlos im Netz unterbrachte und so die 2:1 Führung herstellte. Leider zog sich der Gastgeber nach dem Treffer zunehmend zurück und kam dementsprechend seltener zu Möglichkeiten vor dem gegnerischen Tor.

Nachdem die Hälfte der zweiten Halbzeit gespielt war, erhöhten die Gäste aus St. Katharinen den Druck wieder etwas, konnten sich allerdings keine zwingenden Möglichkeiten erspielen. Auch die Wechsel auf Seiten der Windhagener konnten daran nichts ändern, in der 70. Minute kam Daniel Müller für Jan Kasimir, der das Feld verletzungsbedingt verlassen musste, ins Spiel. Kurz vor Schluss wurden außerdem Alberto Rückdaeschel und „Lutz“ Durdzic für Christian Hoffmann und Sven Ewens eingewechselt. Trotzdem beließ es Windhagen dabei, seine Führung zu verwalten und auf den Schlusspfiff zu warten, doch das sollte bestraft werden. Kurz nach Ablauf der regulären Spielzeit kam St. Katharinen zu einer letzten Ecke, Windhagen war nicht in der Lage, den gefährlich vor das Tor gezirkelten Ball zu klären. Daraus schlug ein gegnerischer Stürmer Kapital und erzielte den Ausgleich in letzter Minute. Die Gastgeber konnten dem nichts mehr entgegensetzen, somit blieb es beim 2:2.

Insgesamt gesehen muss man leider einmal mehr davon sprechen, dass Windhagen die bereits sicher geglaubten Punkte verschenkt hat, erneut waren fehlende Konzentration und mangelnde Chancenverwertung die Ursachen für das unerfreuliche Ergebnis. Doch vielleicht bringt das Derby am kommenden Sonntag (14.09.2008) beim derzeitigen Tabellenführer aus Vettelschoss die Leistungssteigerung, die man sich hier erhofft, zu Tage. Denn phasenweise, vor allem zu Beginn der zweiten Hälfte, ließ der SV Windhagen erkennen, was man benötigt, um Vettelschoss zu schlagen.